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No Billag bedeutet das Aus für Radio LoRa, das älteste nicht-kommerzielle Radio der Schweiz.

 Im Video erklären unsere Sendungsmachenden, warum sie "Nein" zu No Billag stimmen.

No NoBillag Article

[English]  [Espanõl]  [Português]  [Türkçe] [Italiano]

Sollte am 4. März 2018 die eidgenössische Volksinitiative «No Billag» angenommen werden, könnte Radio LoRa nicht mehr in der heutigen Form weiterexistieren, d.h. der Betrieb müsste voraussichtlich per 1.1. 2019 eingestellt werden.

Die «No Billag»-Initiative sieht ein Subventionsverbot für Radio und Fernsehen in der Verfassung vor, d.h. sie will in Zukunft jegliche Medi­en­förderung des Bundes verbieten. Das kommt einer vollständigen Privatisierung von Radio und Fern­sehen gleich.

Alle Konzessionen von Programmen, die ganz oder teilweise mit Gebühren finanziert werden, sollen gemäss Initiative aufgehoben werden. Die Sendekonzessionen sollen in Zukunft an die Meistbietenden versteigert werden.

Nicht nur würde bei einer Annahme die SRG als einer der grössten Arbeitgeber in der Region wegfallen: Mit der SRG verschwinden auch 34 weitere Sender in der ganzen Schweiz – darunter die komplementären Radios der Schweiz, also auch Radio LoRa, der Pionier der nicht-kommerziellen Radiosender in der Schweiz.

Denn durch die Abschaffung der Gebühren verliert Radio LoRa zwischen 70 und 80 Prozent seiner Einnahmen. Mit unseren beschränkten finanziellen Mitteln ist eine Beteiligung unseres Radios an dieser Versteigerung nicht möglich.

Petition: Radio LoRa darf nicht sterben! Stell dich hinter Radio LoRa - JETZT UNTERZEICHNEN!

 

5 Gründe für ein Nein zur «No-Billag»-Initiative aus Zürcher Sicht:

1) Nein zur «No-Billag»-Initiative… weil die nicht-kommerziellen Radios Vielfalt gewährleisten.

Die Union nicht-kommerzorientierter Lokalradios UNIKOM vereinigt achtzehn Radios, darunter auch Radio LoRa. Die UNIKOM-Radios bieten eine Plattform für Sendungen in dreissig Sprachen, für spezialisierte Musikmagazine und für lokale Kultur und lokale Berichterstattung. Sie berichten aus der Perspektive von sonst unterrepräsentierten sozialen Gruppen, experimentieren mit neuen Radioideen und senden kritische Hintergrundberichte.

Bei Radio LoRa gestalten rund 300 Sendungsmachende in Freiwilligenarbeit selbständig ihre Sendungen in 20 verschiedenen Sprachen. Radio LoRa bietet eine Plattform für alle, die sonst in den Medien kaum oder viel zu wenig zu Wort kommen – für migrantische Communities, für Frauen* und Menschen, die aufgrund ihres Einkommens, ihrer Geschlechtsidentität oder körperlicher Einschränkungen an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden. Radio LoRa leistet damit einen wichtigen Beitrag für eine pluralistische, offene Gesellschaft.

 

2) Nein zur «No-Billag»-Initiative… weil damit auch Ausbildungsstätten verloren gehen.

Heute sind die nicht-kommerziellen Radiostationen und ihre Radioschule Klipp & Klang wichtige Ausbildungsstätten für Medienschaffende. Indem die nicht-kommerziellen Radios einen niedrigschwelligen Zugang bieten und partizipativ organisiert sind, ermöglichen sie vielen Menschen den ersten Einstieg in die Medienarbeit. Die Arbeit als Sendungsmacher_in fördert die Medienkompetenz und macht erfahrbar, was unabhängige Medien für die Gesellschaft leisten – jenseits einer marktorientierten Verwertungslogik.

Nur mit dem Leistungsauftrag kann dies gewährleistet werden: nur unabhängig funktionierende Medien können unabhängige Journalistinnen und Journalisten ausbilden.

 

3) Nein zu NoBillag… weil die Initiative jungen Musikschaffenden eine Plattform nimmt.

Bei einer Annahme der Initiative verlieren Musikschaffende wesentliche Plattformen für ihre Musik: Radio LoRa und die anderen nicht-kommerziellen Radios spielen junge lokale Musik zuerst. Für Clubs und kleine Festivals sind die unabhängigen elektronischen Medien vielfach die einzig möglichen Partner.

Gerade die alternative Musikszene wird die Plattformen verlieren, die künstlerisches Schaffen abseits des Mainstreams fördern. Die «No Billag»-Initiative bedeutet das Aus für alternative Radioshows wie den «Indie-Block». Er ist auf diversen nicht-kommerziellen Sendern zu hören und erfreut sich grosser Beliebtheit. In ihm haben viele derjenigen Bands ein Zuhause, die nicht zur Gilde der Top-40-Acts zählen und die keine Musikkonzerne mit grossen Werbe-Etats im Hintergrund haben.

https://blog.somexcloud.com/2017/12/09/aus-fuer-radios-bei-ja-zu-no-billag/

 

4) Nein zur «No-Billag»-Initiative… weil die Initiative den Filmschaffenden schadet.

Bei einer Annahme der Initiative verlieren die Filmschaffenden mit der SRG eine wichtige Partnerin, welche sowohl finanziell wie auch mit Fachwissen zum Erfolg des Schweizer Films beiträgt. Generell schadet die Initiative den Filmschaffenden, weil aus den Gebührengeldern auch ein wesentlicher Teil der Mittel stammen, mit denen Filmprojekte unterstützt werden. Zürich ist zu Recht stolz auf seine Filmszene – der mit «No Billag» der Boden unter den Füssen weggezogen wird.

 

5) Und schliesslich: Es geht bei der Ablehnung der «No-Billag»-Initiative ganz klar darum, unabhängige Medien vor dem Kahlschlag zu schützen.

Unabhängige, vielfältige Medien sind zentrale Werte einer solidarischen Gesellschaft, die es zu verteidigen gilt. Man kann und sollte immer über den Rahmen diskutieren oder den Leistungsauftrag verändern. Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass der freie Zugang zu unabhängigen Informationen und Medien ein demokratisches Grundrecht ist.

Ein Verbot von staatlich subventionierten Medien wäre aber wie ein Verbot von Postautolinien in Bündner Bergtälern, ein Verbot der Zuglinie durchs Tösstal oder auch der Freibäder in Zürich. Gemeinsam ist allen, dass sie sich nach rein «marktorientierten» Kriterien nicht kostendeckend führen lassen – und daher auf die gemeinsame Finanzierung durch die Gesellschaft angewiesen sind. Damit alle davon profitieren.

 

Mehr Argumente gegen „No Billag» findest du hier: https://nein-zu-nobillag.ch/argumentarium/

 

Du möchtest dich engagieren?

 

Spenden für die Gegenkampagne kannst du an das Regionalkomitee Zürich «Nein zu NoBillag» 

https://zuerich.nein-zu-nobillag.ch/spenden/

Oder werde selbst aktiv beim Regionalkomitee Zürich «Nein zu NoBillag» - als Referent_in, Komitee-Mitglied oder mit einem Statement gegen «No Billag»

https://zuerich.nein-zu-nobillag.ch/aktiv-werden/