Brandanschlag (1986)
In der Nacht auf Samstag den 20. Dezember 1986 verwüstete ein Brand die Redaktionsräume und das Sendestudio derart, dass sie nicht mehr benützbar waren.
Aufgrund von Indizien und Beobachtungen des einzigen anwesenden Sendungsmachers kam nur Brandstiftung durch eine auf ein Ledersofa gegossene brandbeschleunigende Flüssigkeit in Frage.
Der Brand konnte durch die Feuerwehr rasch gelöscht werden, doch entstand an Gebäude und Mobiliar ein Sachschaden von 200'000 Franken. Wegen der grossen Hitzeentwicklung wurde alles Schmelzbare von der Schreibmaschine über Telefone bis zur gesammten Plattensammlung zerstört.
Der damalige Sendungsmacher Jürg Frischknecht schrieb im Volksrecht: "Der Versuch, Radio LoRa als Stimme von unten, als selbstverwaltetes Medium von Betroffenen und Engagierten zum Schweigen zu bringen, ist eine faschistische Tat. Wie andere Brandanschlagsversuche und Attacken auf Wohngemeinschaften und linke AktivistInnen, die seit etwa zwei Jahren vorkommen, war auch der Anschlag gegen LoRa stumm - wortlose Gewalt, gerichtet gegen die Inhalte, die auf 88,1 Megahertz kontinuierlich verbreitet werden." (Volksrecht, 22. Dezember 1986)
LoRa sendete nach dem Brandanschlag ohne Unterbruch aus einem Notstudio, mit dem Abend- und dem Mitternachtsinfo als festem Programmbestandteil und einem im Übrigen improvisierten Programm.
Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich nahm an, dass es sich um eine Brandstiftung handelte, stellte die Untersuchung im August 1987 jedoch einstweilen ein, da die polizeilichen Ermittlungen keine Hinweise auf eine mögliche Täterschaft ergeben hatten.
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