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Die Hälfte des Äthers ist der Name der Frauenredaktion bei Radio LoRa. Das sind seit 30 Jahren Hunderte von Frauen, die sich mit viel Engagement hinters Mischpult setzen, recherchieren, interviewen, Musik auflegen, moderieren, am Mikrofon lachen und protestieren.

lora frauenzeichenInnerhalb der Frauenbewegung war die Repräsentation von Frauenthemen in Mainstreammedien ein wichtiges Thema. Frauen als aktiv handelnde Subjekte kamen kaum vor, Lesben, wenn überhaupt, nur aus voyeuristischem Journiblick. Viel zu oft richteten Zeitungen und Radios den Blick nach oben auf die "Politik der grossen Männer". Dabei übersahen sie die Lebensrealitäten von Frauen und ihre Widerstände im Alltagsleben gegen männliche Dominanz in fast allen gesellschaftlichen Bereichen.

Dem setzen die Frauen bei LoRa in der gemeinsamen Frauenredaktion unter dem programmatischen Titel "Die Hälfte des Äthers" Berichterstattung aus Frauensicht entgegen. Viele Beiträge fühlen sich dem Konzept feministischer Gegenöffentlichkeit verpflichtet. Sie macht die vielfältigen Beiträge von Frauen im öffentlichen Leben sichtbar und zeigt Frauen als aktiv Handelnde. Dabei hat feministische Berichterstattung dem Objektivitätsschein von Male- und Mainstreammedien stets den Wert feministischer Parteilichkeit und Kritik entgegengesetzt.


Durch die relative Zugangsoffenheit ermöglicht es Radio LoRa Frauen mit unterschiedlichsten Hintergründen, gemeinsam am Radioprojekt zu arbeiten und sich darüber kennen zu lernen und zu vernetzen. Viele Sendungen werden von Frauen mit Migrationserfahrung gestaltet. Frauen bringen in ihren Sprachen ihre verschiedenen Anliegen ein.

Neben Sendungen, die sich dezidiert mit feministischen Themen beschäftigen, gibt es auch eine Reihe von Sendungen, die von Frauen gestaltet werden, die sich nicht ausdrücklich mit Frauenfragen auseinandersetzen. Diese Sendungen sind aber nicht weniger politisch wie die feministischen Sendungen. Das Politische an einem Gemeinschaftsradio wie dem LoRa liegt nicht nur in den explizit politischen Themen, sondern bereits darin, dass Menschen, deren Stimme sonst nicht gehört wird, das Wort ergreifen und sich einmischen. Die Forderung der autonomen Frauenbewegung 80er Jahren nach "Politik in der ersten Person" setzen Sendungsmacherinnen bei LoRa in ihren Programmen um.

In den letzten Jahren haben auch Positionen, die durch feministische Debatten eingefordert wurden, Eingang in die Programme bei LoRa gefunden. In vielen Sendungen hat sich der Blick für alles jenseits von heteronormativer Zweigeschlechtlichkeit erweitert, zu feministischen Inhalten sind also auch queere Inhalte gekommen.

Anliegen, die sonst un-erhört bleiben, gibt es für Frauen bei LoRa genug. Radio LoRa bleibt ein Ort für laute, leise, softe und wütende Einmischung von Frauen!

Die LoRa Frauenredaktion trifft sich etwa einmal im Monat zur Redaktionssitzung, zur Unterstützung und Austausch, und zum Planen von Kampagnen, Sendungen und Projekte, wie zum Beispiel der 8. März, Monat gegen Sexismus, 16 Tage gegen Gewalt an Frauen… Die LoRa-Frauenredaktion ist ausserdem verantwortlich für die Sendeplätze am Montag: Am Montag sind nur Frauen* an den Mikrophonen und es werden (fast) ausschliesslich Frauen*Stimmen gespielt. Die Hälfte des Äthers ist auch der Name des feministischen Themenmagazins, einer Sendung, die als offenes Gefäss organisiert ist und von verschiedenen Frauen abwechslungsweise gestaltet wird. Das LoRa ist am Montag Abend ab 17 Uhr ausschliesslich für Frauen* offen.

Es gibt die Möglichkeit, sich zu beteiligen! Wer sich fürs Radiomachen interessiert, kann sich bei uns melden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die nächste Frauen-Redaktionssitzung findet statt am 3. April 2017, 19.00 im Lora statt.

>>> Mitgliedschaft!

Ein Workshop für LoRa-Leute und alle anderen, die sich für Sexismus in ihrem Umfeld sensibilisieren wollen. Der Workshop wird sehr praktisch orientiert sein. Es geht nicht darum, grosse Theorien zu wälzen, sondern sich bewusst zu werden, wie Sexismus in unserem Umfeld, an den Orten, an denen wir uns bewegen, passiert, und darum, was wir dagegen machen können.

Der Workshop ist offen für alle Geschlechter.

Workshop-Sexismus

 

xkcd-girls suck at math

Comic: xkcd.com

Sexismus ist wieder einmal Thema im LoRa. Weil wir antisexistische Räume nicht einfach bekommen, indem wir es in die Hausordnung schreiben und die von allen unterschreiben lassen. Antisexistische Räume sind nicht antisexistisch. Vielmehr müssen sie anti-sexistische Politik machen und sich mit Sexismus innerhalb der eigenen Strukturen auseinandersetzen.

Das haben wir uns vorgenommen für den März, den wir zum Monat gegen Sexismus ausrufen.

Programm zum besuchen oder hören auf 97,5 Mhz:

8. März: Den Start in den Monat gibt die Frauenredaktion mit einem ganzen Tag lang Sondersendeprogramm zum internationalen Frauenkampftag

21. März, 18 – 20 Uhr: Workshop zu Sexismus im Alltag. Ort: Kasama, Militärstrasse 87a

24. März, 19 Uhr: KissKill – Malobas Schwestern. Zwei Frauen besetzen ein Radio-Studio und nehmen die Moderatorin als Geisel – im Kampf gegen Männergewalt, strukturelle Gewalt, Werbung, Rassismus und Sexismus. Ein Stück des Maxim-Theaters live LoRa und auf 97.5 Mhz.

Sondersendungen während des ganzen Monats – von LoRa-Sendungsmachenden und anderen politischen Zusammenhängen. Ankündigungen auf der Webseite!