Aktuell
- LoRa A-Live Stage 2 am 17.02.2012 >>
- Stellenausschreibung Administration 60% >>
- Traktanden ausserordentliche Mitgliederversammlung (MV) vom 21. Dezember 2011 >>
- Radio LoRa ist jetzt auf Facebook >>
- OPEN LoRa 12. und 13. November! >>
- Komm und hilf beim Versand am 26. Oktober >>
- 2. Sitzung LoRa-Finanzmittelbeschaffung 3.10.2011 >>
- Am 6.September 2011 .... >>
- Open Broadcast: Eine offene Plattform für Radios und MusikerInnen >>
- LoRa A-Live Stage im Stall 6 am 19. November 2010 >>
Projekte & Specials
- Elektromagnetischer Sommer
- LoRa-Literaturwoche
- 8. März: Frauenkampftag
- Schweizerdeutsch Verstehen - Download / CD bestellen
- Info LoRa interkulturell
- 21. März - Internationaler Tag gegen Rassismus
- 1. Mai Spezial
- 25 Jahre LoRa
- RaDialoge08
- Berufswahl – ExpertInnen in eigener Sache
- Nachtschichten 2006
- Langstrasse live
- Babelingo - das mehrsprachige Hörfestival 2003
Auf lora.ch suchen
Geschichte von Radio LoRa
Mit diesem kleinen Porträt über Radio LoRa schauen wir kurz zurück und beleuchten chronologisch die wichtigsten Etappen in der Geschichte des ersten alternativen Radioprojektes der Schweiz, dessen erfolgreiche Lancierung nicht zu denken wäre ohne die politischen Ereignisse von 1968 und die Zürcher Jugendbewegung zu Beginn der achtziger Jahre.
1977
Erstmals macht das Alternative Lokal-Radio Zürich (ALR) von sich reden, wenn auch vorerst nur als Organisation, die darum kämpft, in einer Radiolandschaft, die alleine von der staatlichen SRG lebt, eine Sendekonzession zu erhalten. Noch im selben Jahr wird eine Konzessionsanfrage aber negativ beantwortet.
1981
Unter dem Namen LoRa sendet eine Gruppe von Aktivistinnen und Aktivisten ab 19. September für eine Woche aus dem Autonomen Jugendzentrum (AJZ) an der Limmatstrasse – natürlich ohne offizielle Erlaubnis. Die Programme werden von der PTT denn auch mit massivem Störsendereinsatz bekämpft. Der Name LoRa wird erst später, 1983, vom legalen Alternativen Lokalradio ALR übernommen.
1982
Im September liegt ein zweites Konzessionsbegehren der ALR-Leute beim Departement von Bundesrat Leon Schlumpf. Die Chancen haben sich inzwischen verbessert.
1983
Im Sommer sind die Würfel gefallen. Das ALR-Radio erhält zusammen mit einer ganzen Reihe von – allerdings kommerziellen – Lokalradiostationen eine Sendekonzession. Ab 14. November ist es dann endlich soweit: das ALR-Radio beginnt unter dem Namen Radio LoRa regulär zu senden. Die Studios sind an der Mainaustrasse im Seefeld.
1986
Ein schwarzer Tag in den ersten Jahren. Ein bis heute unaufgeklärter Brandanschlag zerstört praktisch die gesamten Studioräumlichkeiten. Es vergehen einige Monate, bis der reguläre Sendebetrieb wieder aufgenommen werden kann.
1989
Im Herbst beginnt die Ära an der Militärstrasse im Kreis Vier. Ab 1. Januar 1990 sendet Radio Lora jeweils 24 Stunden nonstop vom Üetliberg-Sendeturm aus.
1993
Eine akute Finanzkrise führt zur Selbstentlassung der gesamten Betriebsgruppe. Hundert Leute beschliessen, den Sendebetrieb vorerst aus eigenen finanziellen Mitteln aufrechtzuerhalten.
1997
Das Jahr der grossen Programmreform: Durch fixe Sendezeiten und Sendegefässe wird das Programm in eine übersichtlichere Form gebracht. Zudem ändert die Frequenz: von 104,5 auf 97,5 MHz!
1999
Endlich, nun hat auch Radio LoRa eine eigene Homepage. Unter der Adresse www.lora.ch ist aber nicht nur das Tages- und Wochenprogramm abrufbar, ein ziemlich einmaliges Sendungs-Archiv macht es auch möglich, dass alle Sendungen der vergangenen 30 Tage online gehört werden können. Zudem gibt es zahlreiche interessante Links zu anderen alternativen Radios.
2000
Neu gibt es für alle Mitglieder einen Mitgliedschaftsausweis. Zudem unternimmt Radio LoRa wichtige technologische Schritte in die Zukunft und richtet ein neues Computernetzwerk ein sowie einen digitalen Audio-Schnittplatz. Mit dem Netzwerk und der zugehörigen Software «On Air Tool» können von nun an problemlos und einfach alle Wiederholungs-Sendungen und Jingles direkt vom Computer aus über den Äther ausgestrahlt werden.
2001
18 Jahre Radio LoRa: LoRa wird endlich erwachsen, und mischt sich zusammen mit den anderen Freien Radios in die schweizerische Gesetzgebung ein. In einer mehrsprachigen Petition fordert die Union nicht-kommerzorientierter Lokalradios UNIKOM nämlich die Anerkennung eines Sonderstatus für lokale Gemeinschaftsradios im zukünftigen Radio- und Fernsehgesetz RTVG. Die Petition wurde der Bundeskanzlei geschickt und ist von über 3000 Radioschaffenden aus über 50 verschiedenen Ländern unterzeichnet worden: www.lora.ch/art19
2002
Ein neuer Holzboden im ersten Stock: Das Knarren hat ein Ende. In der Sommerpause sorgt ein vierwöchiges, sich vom Computer selbst generierendes Hörspiel namens «Volksliedmaschine» für Furore. Besorgte Kabelnetzbetreiber, Audiocontrol und HörerInnen rufen an, um zu wissen, ob eine Störung vorliegt. Start von Radio Grünau: In Zusammenarbeit mit dem Arbeitslosen- und Integrationsprojekt Vert.Igo in der Zürcher Grünau organisiert klipp & klang radiokurse Radioworkshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene überwiegend ausländischer Herkunft. Aus einem improvisierten Radiostudio im Grünau-Quartier soll ab nächstem Jahr via Internet live auf der Frequenz von Radio LoRa gesendet werden.
2003
LoRa organisiert das Hörfestival Babelingo. Das Festival steht unter dem Motto «Babelingo – Mehrsprachige Sendungsgestaltung in freien Radios». Zahlreiche VertreterInnen freier Radios aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich und Italien diskutieren während drei Tagen zum Thema Mehrsprachigkeit, es gibt Workshops und ein Podiumsgespräch.
Das Projekt «informare per integrare» läuft 2003 im zweiten Jahr. In Zusammenarbeit mit den nicht-deutschsprachigen SendungsmacherInnen im LoRa werden 80 Beiträge in verschiedenen Sprachen ausgestrahlt, die den Migrantinnen die politische, rechtliche und kulturelle Situation in der Schweiz näher bringen.
Im Herbst feiert LoRa das 20-jährige Jubiläum. Die Geburtstagsfeier findet am 15. November in der Roten Fabrik statt. Die Zürcher Musikerin Big Zis sowie die Hip-Hop-Gruppe Aziza A aus Berlin sorgen für Stimmung im Clubraum. Zusätzlich gibt es in der Jubiläumswoche Sondersendungen (u.a. historische Zweitausstrahlungen) und Barbetrieb im LoRa.
2004
Mit der neu geschaffenen Präsenzstelle wird in der Betriebsgruppe ein Mehrgewicht auf die Betreuung der SendungsmacherInnen im LoRa gelegt.
Die Zusammenarbeit zwischen migrantischen und nichtmigrantischen SendungsmacherInnen wird durch den Thementag «Integration und Menschenrechte» gefördert: Es werden Sendungen gemeinsam gestaltet, zudem finden Workshops statt. Das von klipp&klang radiokurse konzipierte Projekt stärkt zudem die Vernetzung vom LoRa mit lokalen Organisationen.
Das Projekt LoRa soll einer Analyse zum Thema «LoRa - Auf dem Weg zu politischer Relevanz und Verankerung» unterzogen werden. Die LoRa-Stiftung organisiert das erste Treffen dieses Strategieprozesses.
Es gibt weitere Entwicklungen in der LoRa-Infrastruktur: Nicht ohne Diskussionen und Kopfschmerzen stellt Radio LoRa seine Computer auf Microsoft Windows um, die Todesstunde der Mac-Dynastie hat geschlagen.
Die Aufarbeitung des Sendungsarchivs wird abgeschlossen. 2000 Sendungen von 1998-2002 wurden auf File Maker erfasst und ein Stichwort- und Themenkatalog angelegt. Der Archivraum im Nebenhaus 87a beherbergt neben dem LoRa-Sendungsarchiv auch das Archiv des Infoladens Kasama zu Widerstand, Häuserkampf u.a.
Das LoRa-Geburtstagsfest findet dieses Jahr im Kulturmarkt an der Ämtlerstrasse statt.
2005
Die intensive Projektarbeit im LoRa zeigt ihre Wirkung, auf der inhaltlichen wie auf der finanziellen Ebene. Zahlreiche Sondersendungen bereichern das Programm:
- Der «Tag des offenen Mikrofons» mit SchülerInnen der Mittelstufe ermöglicht interkulturelle Begegnungen und die Auseinandersetzung mit fremden Kulturen; alltägliche Vorurteile bis hin zu Rassismus werden thematisiert.
- Der Thementag «Integration Frauenbilder- Männerbilder» reflektiert Integration aus der Sicht von MigrantInnen. Emanzipierte Migrantinnen, aber auch Männer und SchweizerInnen untersuchen gemeinsam in Spezialsendungen die geschlechtsspezifischen Rollen und Bilder in Bezug auf Integration in der Schweiz.
- Der Elektromagnetische Sommer: Für die Sommerpause schreibt das LoRa in Zusammenarbeit mit dem Forschungsprojekt NOW der HGKZ einen Wettbewerb aus. Es wird nach Projekten gesucht, die einen innovativen Umgang mit dem Medium Radio vorschlagen und die HörerInnen interaktiv einbinden. Die 3 ausgewählten Projekte sind: kanal 7, «Langstrasse live» von Rolf Simmen und «Air Vent» von Kate Donovan.
Die Diskussionen die im Zusammenhang mit dem Strategieprozess «LoRa- Auf dem Weg zu politischer Relevanz und Verankerung» stattfinden sollen ihren Abschluss in der Ausformulierung eines LoRa-Leitbildes finden.
Autsch! Unter diesem Motto lädt Radio LoRa am 12. November zur Soliparty an der Rüdigerstrasse 1 ein. Ab 23 Uhr bis morgens um 7 Uhr füllen sich die Räumlichkeiten bis zum Bersten und der grosse Andrang an Partygästen bringt die HelferInnen an der Kasse und Bar regelrecht zum Schwitzen. Das Musikprogramm zeigt sich vielfältig: Göldin&Bit-Turner, Three Funkateers, Panta Rhei, P-Tess, Rolexx/ Beba, A und A, Ho-Fi, Q-Fu, Hikuri.
2006
Das Projekt «Incontri in diretta» findet 2005/ 2006 statt.«Incontri in diretta» soll den Weg bereiten für eine verstärkte interkulturelle Arbeit bei Radio LoRa. In zwei Sendereihen bringt das Projekt SendungsmacherInnen zusammen, die sonst wenig miteinander zu tun haben: Im Teil A senden MigrantInnen unterschiedlicher Herkunft gemeinsam auf Deutsch. In zwölf Sendungen diskutieren sie gemeinsame Themen und wenden sich, viele zum ersten Mal, an das deutschsprachige Publikum. Im Teil B laden schweizerische SendungsmacherInnen migrantische KollegInnen in ihre Sendungen ein. Hier geht es in neun Sendungen vor allem um den persönlichen Austausch über gemeinsame Interessen und unterschiedliche Erfahrungen. Zwei begleitende Workshops vermitteln den Beteiligten Hintergrundwissen.
Das Pilotprojekt Nachtschichten bespielt während sechs Monaten den grösseren Teil der LoRa-Nächte mit künstlerischen Beiträgen. In Zusammenarbeit mit dem Forschungsprojekt NOW der HGKZ werden zwölf KünstlerInnen aus den Bereichen Medienkunst, Literatur, Interkulturelle Auseinandersetzungen, Audiodesign und improvisierte Musik mit der Gestaltung von 50 Stunden Sendezeit beauftragt.
Die zweite Ausgabe des «Elektromagnetischen Sommers» findet unter dem Motto «mitreden, mitkochen, mitreisen» statt.
LoRa unterstützen
Mit deiner Mitgliedschaft trägst du zur Aufrechterhaltung des Betriebs eines werbefreien Senders bei, der sich in vielem von den kommerziellen Lokalradios abhebt.
LoRa Newsletter
Aktuelle Mitteilungen, Veranstaltungshinweise oder Einladungen von Radio LoRa bekommst du sofort und kostenlos per E-Mail: Newsletter abonnieren.
LoRa-Shop
Wunderschöne, siebbedruckte T-Shirts und farbenfrohe LoRa-Kleber - bei uns erhältlich. Zum LoRa-Shop
lora info
Möchtest du lora info, die Zeitung von Radio LoRa lesen oder selber mitschreiben? weiter
