Feministischer Streik als politischer Kampf - live aus dem Glaspalast am 1. Mai 16-18 Uhr auf Radio LoRa

Podium mit Natalia di Marco aus Argentinien, feministische Aktivistin der Bewegung Ni una menos y Pañuelos verdes (Bewegung für die Legalisierung der Abtreibung) und einer Aktivistin* des feministischen Streikkollektivs Zürich.

Im Jahr 2015 entwickelte sich die Bewegung Ni una menos (Nicht eine (Frau) weniger!) als Antwort auf die brutalen Femizide (Frauenmorde) in Argentinien. Eine energische feministische Bewegung brachte das Thema ans Licht und organisierte den Widerstand gegen sexualisierte Gewalt an Frauen (alle 30 Stunden wird in Argentinien eine Frau ermordet). Innerhalb kürzester Zeit wuchs der Widerstand zu einer Massenbewegung heran und mobilisierte mehrfach viele Tausend Menschen auf die Strasse zu gehen. Nach mehreren Jahren massiver feministischer Demonstrationen konnten diese Forderungen in der argentinischen Gesellschaft nicht länger ignoriert werden. Die feministische Bewegung trug ihrerseits dazu bei, diese auch international ins Rampenlicht zu bringen und politische Streiks verbreiteten sich weltweit. So wird auch in der Schweiz am kommenden 14. Juni feministisch gestreikt.

Natalia di Marco wird mit einer Teilnehmerin des Frauen*streikkollektivs Zürich über Parallelen, Strategien und die Organisierung feministischer Streiks diskutieren. Sprachen Deutsch/Spanisch

Katalonien: Kriminalisierung des Kampfes um Selbstbestimmung - live aus dem Glaspalast am 5. Mai 14-16 Uhr auf Radio - das Rundtischgespräch zum Podium von 17-18 Uhr auf Radio LoRa!

Veranstaltung auf Spanisch mit Übersetzung auf Deutsch mit Ignasi Bernat, Barcelona, Soziologe und politischer Aktivist. Herausgeber des Buches Building A New Catalonia, Selfdetermination and Emantipation (UK, 2019) und Ana Gabriel, Sozialpädagogin, ehemalige Abgeordnete und Sprecherin im katalanischen Parlament für die Partei CUP. Im Exil seit 2018 in Genf.

Seit 12. Februar führt das Oberste Gericht in Madrid ein Strafverfahren gegen die abgesetzte katalanische Regierung und gegen Vertreter*innen der Zivilgesellschaft. Den 12 Angeklagten wird Rebellion und Veruntreuung von öffentlichen Geldern
vorgeworfen. Doch die Anklage kann bis jetzt keine Beweise dafür liefern. Die spanische Generalstaatsanwaltschaft fordert für alle Angeklagten insgesamt 177 Jahre Haft und die «Volksanklage», die von der neo-faschisten Partei Vox eingereicht wurde, verlangt insgesamt mehr als 700 Jahre Haft. Vor diesem Hintergrund lässt sich dieser Prozess als ein politisch motivierter Prozess bezeichnen, da die politischen Ideen und Handlungen der zivilen und demokratischen Unabhängigkeitsbewegung verfolgt und bestraft werden. Nicht umsonst sagte die Verteidigung am ersten Tag des Prozesses vor Gericht: «Es ist zu vermuten, dass Sie Richter am Obersten Gericht sind, und nicht nationale Helden, seien Sie Richter und nicht Retter des Heimatlandes, weil es hier nicht darum geht».

Das Kollektiv Taoca realisiert zum dritten Mal die Filmreihe Cine Brasil Marginal in der Photobastei Zürich. Radio LoRa ist auch in diesem Jahr Medienpartner.

Was lange währt, wird endlich gut! Die ordentliche Mitgliederversammlung hat am 13. April die entsprechende Statutenänderung ohne Gegenstimmen angenommen. Die Auflösung der Stiftung ALR und die Gründung der gemeinnützigen Aktiengesellschag sind nun eingeleitet.

Protokoll MV 2019

SONDERBERICHT UND INTERVIEW MIT DAVID FERNADEZ IM INFOLORA, DONNERSTAG 21. FEBRUAR, 18h AUF RADIO LORA

David Fernández, Journalist, politischer Aktivist und ehemaliger Abgeordneter im katalanischen Parlament für die Partei CUP zwischen 2012 und 2015. Redaktor und Verleger des alternativen katalanischen Kommunikationsmediums La Directa.

La Directa ist eine Online und Papier Zeitung in katalanischer Sprache. La Directa ist genossenschaftlich organisiert und finanziert sich mehrheitlich durch Mitgliedschaften.  Anlässlich des Prozesses in Madrid, publizierte La Directa eine gratis Sonderausgabe unter den name «La Defensa» (Die Verteidigung)

Felipe Polanía aus der Redaktion der Sendung Pipiris Nais (Di. 7-9h) interviewte David Fernández am Montag, 11. Februar, in der Redaktion der La Directa im Stadtviertel Sants in Barcelona. In der Sendung INFOLORA am Donnerstag, 21. Februar, strahlen wir das Interview mit einer Übersetzung von Michael Senn aus (Redaktor und Moderator der Sendung Natürlich Gesund und Mitglied der Sendekommission).

Der Bericht über Katalonien wurde in drei Folgen in der Sendung Pipiris Nais in spanischer Sprache ausgestrahlt und konnte realisiert werden dank der Unterstützung des Fonds für Sonderberichterstattung der Sendekommission von Radio LoRa.

Am Sonntag, den 17. Februar 2019, werden die Teilnehmer*innen des Internationalen Anarchistischen und Anti-Autoritären Radionetzwerk Treffen, das in Zürich stattfindet, eine Live-Radioübertragung durchführen.
Es wird ein breites Themenspektrum aus der Sicht anarchistischer und antiautoritärer Bewegungen abdecken. Präsentationen lokaler und internationaler Projekte, Diskussionen zu aktuellen Themen, sowie Ankündigungen zu bevorstehenden Protesten, Konferenzen und Buchmessen, dazu natürlich widerständige Musik und vieles mehr!
Unter den Teilnehmer*innen werden Radioprojekte (Radiosender, Radiosendungen und Podcasts) aus allen Teilen Europas und Amerikas sein, so dass ein interessantes und politisch aktuelles Programm unvermeidlich ist! Das Programm wird überwiegend in englischer Sprache durchgeführt.
Die Sendung wird am Sonntag 17. Februar von 14 Uhr bis 20 Uhr vom Radio Lora gesendet, sowie von anderen Radiosendern, live per Online-Stream ausgestrahlt.

Radio LoRa

Militärstrasse 85a, 8004 Zürich

Studio: 044 567 24 00

Koordination: 044 567 24 11

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Präsenzzeiten: Montag bis Freitag 10 – 17 Uhr

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