SONOHR «on air» auf Radio LoRa!

Am 27. Februar übertragen wir zwei Hörstücke aus dem Wettbewerb 4: "DIE GIFTMÖRDERIN VON SUHR" und "LE LIVE C’EST LA VIE"

«(Audio) bewegt» heisst es dieses Jahr am SONOHR Radio & Podcast Festival. Das Festival aus Bern bietet drei Tage voller Hörerlebnisse und Streifzüge durch den Stadtraum und die Welt darüber hinaus: Wie verändert sich unser Hören, wenn wir alleine oder gemeinsam hören? Draussen oder drinnen? Unterwegs oder daheim? Zeitgleich oder zeitversetzt?

Der nationale Wettbewerb des SONOHR Festivals verlässt nach zehn Jahren erstmals den Kinosaal und macht auf sieben ausgewählten Radiostationen in der ganzen Schweiz halt. Neben einer Fachjury verleiht auch das Publikum einen Preis:

Während des Festivals kannst du auf sonohr.ch/radio abstimmen. Schau dort auch für das ganze Wettbewerbsprogramm vorbei!

Auf Radio LoRa hörst du am 27. Februar 17:30 bis 18:30 zwei Stücke:

DIE GIFTMÖRDERIN VON SUHR. DOKUMENTARISCHER PODCAST (Episode 1)

von Pascal Nater und Ariane Koch | mit: Nadine Schwitter, Sandra Utzinger und Daniel Steiner | Musik: Pascal Nater | Produktion: Kanal K, 2020, 26 Min.

Die Wahrsagerin und sechzehnfache Mutter Verena Lehner wird 1929 im Aargau als 67-Jährige wegen zweifachen Giftmordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Noch heute erzählt man sich in Suhr von der starken Frau. Doch die Geschichten driften weit auseinander. Dorflegenden, Familienvermächtnisse und literarische Überhöhungen werden umkreist; Archivrecherchen eröffnen überraschende Dokumente und zeichnen den Lebensweg Lehners nach, von der armen Bäuerin zur vermögenden Lebefrau, von der Lichtgestalt zur geächteten Giftmörderin.

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LE LIVE C’EST LA VIE, C’EST PAS POUR RIEN QUE ÇA S’APPELLE COMME ÇA. COLLAGE de Radio Maupasse

Production: Marie Romanens, Chloë Lombard, Cyril Jaunin | Regie : Cyril Jaunin, 2019, 25 min.

Radio Maupasse est une perfo-radio itinérante qui part à la rencontre des gens avec un bus pour recueillir leur parole. L’espace au sein du véhicule donne accès à une intimité toute particulière et permet de récolter la parole brute libre et spontanée : comme par exemple les témoignages récoltés devant une salle de concert où le public est invité à parler de son rapport à la musique live.

Radio Maupasse ist ein mobiles Radiostudio, das sich mit einem Bus auf die Suche nach Menschen und deren Stimmen begibt. Es sind die spontanen Begegnungen und ungefilterten Aussagen, die Radio Maupasse interessieren. Wie zum Beispiel die vor einer Konzerthalle gesammelten Aussagen zur Beziehung des Publikums mit Live-Musik. Eine Übersetzung zum Mitlesen gibt es auf sonohr.ch.

Radio Maupasse
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Chloe Lombard
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Schalt ein!! am 27. Februar um 17:30 auf Radio LoRa 97.5 MHz | DAB+ | lora.ch

Im Infolora hört ihr jeden Tag Nachrichten und längere Beiträge zum politischen Tagesgeschehen aus lokaler Perspektive - immer um 18 Uhr auf Radio LoRa 97.5 MHz. Das Sendegefäss wurde bis dieses Jahr vor allem von Einzelpersonen oder Gruppen bespielt, die einen Tag pro Woche übernehmen. Während des Lockdowns gründete sich die Redaktionsgruppe Infolora.

Im letzten Jahr gab es von verschieden Sendungsmachenden das Bedürfnis, die Infosendungen mehr zusammen zu denken. Vor diesem Hintergrund haben wir, die Info Redakteur*innen, uns einige Grundsätze und Perspektiven überlegt. In erster Linie sehen wir die Arbeit im Radio LoRa als eine kollektive politische Praxis, wobei wir uns alle auch als Teil der aktuellen sozialen Bewegungen verstehen. Die unterschiedlichen Hintergründe innerhalb der Redaktion widerspiegeln die vielseitigen Kämpfe, die wir auch in den Sendungen verbinden wollen. Dabei legen wir Wert auf eine feministische Berichterstattung, den Häuserkampf, die Klimabewegung und auch internationale antikapitalistische Bewegungen, wie sie zum Beispiel in Rojava, Chile oder auf den Philippinen zu beobachten sind. In den Infosendungen wollen wir explizit auch denjenigen eine Stimme geben, die in den etablierten Medien nicht zu Wort kommen.

Wir sind daran, unser eigenes Verständnis von Professionalität und Qualität zu erarbeiten, wobei wir eine entschlossene Haltung gegen Rassismus, Sexismus und gegen die komplexen Machtverhältnisse des Kapitalismus als notwendig erachten. In diesem Sinne ist unser Ziel, das Radio als Mittel für politische und soziale Änderungen zu verwenden, wobei wir Sendungsmachende als aktive Subjekte auftreten.

STIMMEN AUS DER REDAKTION

«En el Info afirmamos lo que es relevante de Radio LoRa : una voz alternativa que nació del pueblo. Radio Lora es una casa llena de sonidos y voces, culturales, sociales, políticas, feministas, migrantes sin fronteras. En los informativos articulamos activismo radial y pensamientos críticos través de nuestros micrófonos! » Irene, Info Loritas  /// [Übersetzung] «Im Info setzen wir um, was zentral bei Radio LoRa ist: eine alternative Stimme, die aus der Gesellschaft kommt. Radio LoRa ist ein Haus voll mit Tönen und Stimmen: kulturell, sozial, politisch, feministisch, migrantisch ohne Grenzen. Uns geht es um Freiheit, eine bewusste Wahl unserer Worte und eine Kommunikation, die nicht kommerziell, sexistisch oder rassistisch ist. In den Infosendungen drücken wir unseren Aktivismus und unser kritisches Denken durch unsere Mikrofone aus!» Irene, Info Loritas am Dienstag

«Wer erzählt die Wahrheit? Manipulative Medienagenturen, die sich mit grossen Budgets der Chefs finanzieren, oder ein Kollektivismus, an dem jedes Segment der Gesellschaft beteiligt ist? Wir sprechen nicht über Wolkenkratzer und glänzende Plätze! Aus den Strassen erzählen wir das Leben, das mit unseren Muttersprachen, Identitäten und Farben real ist! Hör bei LoRa zu!Kendi anadilimiz, kimli ̆gimiz ve renklerimizle gökdelenleri de ̆gil, soka ̆gı ve gerçekleri anlatıyoruz!», Emre, Info LoRa

«Ich finde die unterschiedlichen Perspektiven der Info Redakteur*innen extrem bereichernd und fühle mich durch das Kollektiv bestärkt, weiterhin möglichst nahe von den Demos und Aktionen auf den Strassen von Zureich zu berichten. Squat the World! » Noah, iMfo LoRa am Mittwoch

«Para mi Radio es una forma de activismo social a través de dar información de la situación que estamos viviendo en todo el planeta, los medios de comunicación forman un papel fundamental para generar un cambio social, ya que por medio de estos se informa y motiva el radio escucha a involucrarse y ser parte del activismo. En mi caso personal la justicia climática fue una de las razones que me impulsó a hacer radio. Alzar la voz por nuestra madre tierra. » Ema, Info Latino /// [Übersetzung] «Radio zu machen ist für mich eine Form von sozialem Aktivismus, indem wir Informationen geben über die Situation, die wir auf dem ganzen Planeten erleben. Die Medien spielen eine fundamentale Rolle bei der Erzeugung von sozialem Wandel, denn das Radio informiert und motiviert Menschen, sich zu engagieren und Teil des Aktivismus zu sein. In meinem persönlichen Fall war die Klimagerechtigkeit einer der Gründe, die mich motiviert haben, Radio zu machen und meine Stimme für unseren Planeten zu erheben. » Ema, Info Latino am Dienstag

«Jedes Thema ist feministisch! Unsere Aufgabe bei Radia ist es, diese feministische Perspektive und intersektionale Analyse der Nachrichten zu leisten. Ausserdem ist es mir wichtig, Musik von FLINT Personen (Frauen, Lesben, Inter, Non-Binary, Trans) zu senden, da diese im Radio unterrepräsentiert sind. Wir tragen als Radiomacher*innen durch unsere Musikauswahl dazu bei, dass sich bestimmte Künstler*innen durchsetzen. » Maryam, Feministisches Info am Montag

«Radio bedeutet bei uns mehr, als irgendwo in ein Mikrofon zu sprechen und Informationen zu vermitteln. Für mich ist es eine gemeinsame Praxis der subversiven Kommunikation. Die Stimmen und Aktionen der sozialen Kämpfe werden von den Strasse ins Radio gebracht, von wo aus sie über den Äther ihren Weg zurück auf die Strassen finden. Dieser Moment des kollektiven Zuhörens und Sprechens, Stimme-Gebens und Stimme-Nehmens ist das Politische am Radio machen! » Marc, iMfo LoRa am Mittwoc

 

Bild: https://einplanmitgrenzen.ch/

Eine kleine Gruppe von Leuten aus Zürich sind zusammen Anfang 2020 Jahres nach Griechenland gefahren. Die Berichte über die sich zuspitzende Situation auf den griechischen Inseln und über das Leid in den Lagern liess ihnen keine Ruhe. Untätigkeit erschien ihnen falsch und sie schmiedeten einen Plan. Dieser Podcast erzählt von diesem Plan, seinen Grenzen und anderen Grenzen.

Wir strahlen die insgesamt sechs Episoden während der Winterpause im Info LoRa aus (täglich um 18 Uhr / Wiederholung um 12 Uhr am nächsten Tag)

Ihr könnt alle Episoden auch online hören auf der Webseite von Ein Plan mit Grenzen.

 

Die LoRa Winterpodcast-Playlist zum Thema Untergrund, Klandestinität und Exil

Im Offenen Politkanal auf Radio LoRa trafen sich diesen Dezember zwei Personen, die selten ein Gegenüber mit dem sie manche Erfahrungen teilen: Thomas Walter, seit 25 Jahren im Untergrund, gesucht wegen Aktionen gegen Bundeswehr und Abschiebegefängnisse in der BRD. Nekane Txapartegi, seit 13 Jahre auf der Flucht vor den spanischen Behörden, gesucht wegen ihrem Kampf für die Befreiung des Baskenlandes. Thomas ist ab- und aufgetaucht in Venezuela. Nekane in der Schweiz. Im offenen Politkanal begegnen sie sich online und beantworten Fragen zum Leben im Untergrund und dem Auftauchen in die Legalität.

Zu dieser Begegnung gekommen ist es dadurch, dass Thomas Walter im Dokumentarfilm „Gegen den Strom – abgetaucht in Venezuela“ ein Freenekane T-Shirt trägt. Und weil Radio LoRa über die Vernetzung der freien Radios ein Radiofeature vom Filmemacher Sobo Swobodnik über die Geschichte von Thomas Walter zur Ausstrahlung erhalten hat.

Das Album Générations sans frontières, gemeinsames Projekt von Pablo & Niko (Mal Elevé und Thomas) können wir euch auch wärmstens empfehlen!

Mehr Informationen zu den Geschichten findet ihr unter ende-aus.net / freenekane.chbringtheboysbackhome.org

Wir wünschen euch schöne Radiostunden

 

In der nächsten Ausgabe von "Schreibende Frauen lesen" präsentiert Karin Mayerhofer diesmal eine ihrer eigenen Publikationen: Gschechtä vo Liächtastä

"Gschechtä vo Liächtastä" sind Mundartgeschichten, die auf liebevolle Weise von der Zeit der Autorin mit ihrer Grossmutter und ihrem Hin und Her zwischen ihrer ersten Heimat Fürstentum Liechtenstein und der zweiten Heimat, der Schweiz berichten.

Erstaustrahlung: 28.12.2020 von 21 bis 22 Uhr

Wiederholung: 01.01.2021 von 11 bis 12 Uhr

Radio LoRa

Militärstrasse 85a, 8004 Zürich

Studio: 044 567 24 00

Koordination: 044 567 24 11

E-Mail Kontakt: Link hier

Präsenzzeiten: Montag bis Freitag 13 – 17 Uhr

IBAN CH91 0900 0000 8001 4403 9

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