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Direkt vom "enough" in Zürich

Staatlich produzierte Unsicherheit: prekäre Aufenthaltstitel

Workshop – Freiplatzaktion
In diesem Workshop beleuchten wir die Tendenz hin zu immer unsichereren Aufenthaltstiteln in der Schweiz und in anderen europäischen Ländern und diskutieren darüber, dass diese staatlich produzierte Unsicherheit auch dem Interesse dient, ausbeutbare Arbeitskräfte zur Verfügung zu stellen. Aufenthaltspapiere (wie der Status F, der Status B und der neue Status S) sind zunehmend zeitlich beschränkt und an verschiedene Bedingungen (z.B. Sozialhilfeunabhängigkeit) geknüpft. Somit stehen die Betroffenen unter permanentem Druck, sich zu «integrieren» (das heisst, arbeitstätig zu sein) wenn sie ihr Aufenthaltsrecht nicht verlieren wollen. Zentral ist dabei, dass Personen mit einem unsicheren Rechtsstatus verstärkt diesem «Integrationsimperativ» ausgesetzt sind, was sich disziplinierend auswirkt: Wer sich nicht vorbildlich verhält und nicht erwerbstätig ist, läuft permanent Gefahr, ausgeschafft zu werden. Auf diese Weise werden ausbeutbare Arbeitskräfte zur Verfügung gestellt, die gezwungen sind, jeden noch so schlecht bezahlten Job anzunehmen, um ihren Aufenthalt sichern zu können.

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Sonntag, 18.09.2022 - 18:30 - 20:00

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expansive politics and abolition

Input – World Without Prisons
Vorstellung laufender Projekte und Lesung einiger Auszüge aus dem Buch “You have not yet been defeated” des ägyptischen Revolutionärs Alaa Abdel Fattah, der derzeit im Gefängnis sitzt.
Über World Without Prisons

Die Bildung dieser Koalition wurde durch die Notwendigkeit veranlasst, die Kämpfe der politischen und sozialen Gefangenen in der ganzen Welt zu verbinden.  Die COVID-19-Pandemie und die Bedrohung durch den drohenden Tod der Gefangenen haben diese Bemühungen beschleunigt. Diese Koalition stellt aktiv Verbindungen zwischen nationalen und internationalen Kämpfen und zwischen politischen Gefangenen und sozialen Gefangenen her, die meist aus der Arbeiterklasse stammen und Opfer von Armut, Rassismus, Ausgrenzung und Vernachlässigung sind. Unsere Position in Bezug auf die Abschaffung der Gefängnisse, die sich aus Organisationen und Einzelpersonen aus fünf Kontinenten zusammensetzt, ist von der Notwendigkeit einer Alternative zum Kapitalismus geprägt, denn der Kapitalismus ist sowohl in seiner neoliberalen als auch in seiner etatistischen Form karzerial und autoritär.

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Sonntag, 18.09.2022 - 14:00 - 15:30

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20 Jahre Women in Exile & Friends – "Breaking Borders to Build Bridges"

Input – Women in Exile
“Breaking Borders to Build Bridges” ist ein Ort für Stimmen, die oft zum Schweigen gebracht werden, Stimmen, die über 20 Jahre politischen Aktivismus in einer selbstorganisierten Initiative von geflüchteten Frauen* sprechen. Es wurde von Women in Exile kollektiv verfasst und enthält Beiträge von Mitgliedern der Gruppe, ihren Freund*innen, Schwestern, Kindern und Unterstützer*innen. Es wurde auf Smartphones, Papier oder Laptops in Flüchtlingslagern und Safe Spaces geschrieben. Die Publikation erzählt von den Gründen, die Heimat zu verlassen, vom diskriminierenden Asylverfahren, von der Situation in den Lagern und vom Kampf für die Abschaffung der Lager. Und auch vom Recht auf Gesundheitsversorgung, Bewegungsfreiheit, Empowerment, Selbstreflexion und von der Zusammenarbeit mit Freund:innen.

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Sonntag, 18.09.2022 - 15:30 - 17:00

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Einführung in den Zapatismus – Gesellschaftsstruktur jenseits von Staat und Kapital? Reflexionen über die zapatistische Autonomie in Chiapas, Mexiko.

Input – Direkte Solidarität mit Chiapas / Coordinadora Suiza del viaje por la vida
Die Zapatistas sind eine indigene Bewegung in Chiapas, in den südöstlichen Bergen Mexikos, welche seit dem Aufstand 1994 in zurückeroberten Gebieten eine autonome Gesellschaftsstruktur aufbauen. In unserem Input wollen wir anhand einer historischen Kontextualisierung in die politischen Prinzipien der zapatistischen Organisation einführen und erläutern, inwiefern die autonomen Gebiete in den Bergen Chiapas’s seit gut 28 Jahren parallel zu einer neoliberalen und rassistischen Staatsstruktur bestehen können. Anschliessend wollen wir zu einer Diskussion einladen, um gemeinsam über die zapatistische Autonomie aus einer antikolonialen Perspektive zu reflektieren und uns zu fragen, ob und was wir von der zapatistischen Bewegung für unseren Kampf für eine andere Welt lernen können. Keinerlei Vorwissen nötig.

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Sonntag, 18.09.2022 - 17:00 - 18:30

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Gerechtigkeit in der Justiz? Updates zu laufenden Gerichtsprozessen über rassistische Polizeigewalt

Input – Allianz gegen Racial Profiling und Justice 4 Nzoy
Es gibt in der Schweiz bislang kaum Auseinandersetzungen mit Rassismus in der Justiz. Gerichte und Polizei werden als unangreifbare Institutionen angesehen, die sich in einer Sphäre scheinbarer Objektivität und Neutralität bewegen. In dieser Veranstaltung sprechen wir über die laufenden Gerichtsverfahren von Nzoy Roger, Wilson A. und Mohamed Wa Baile sowie die individuellen, institutionellen und politischen Herausforderungen, Rassismus vor Gericht zu thematisieren. Das Ziel ist Handlungsspielräume für Widerstand gegen Rassismus aufzuzeigen und zu informieren, wie diese Prozesse unterstützt und das Thema institutioneller Rassismus in die Öffentlichkeit gebracht werden kann

#copwatchCH Kampagne - Direkte Aktion gegen rassistische Polizeikontrollen

Wir wollen uns mit antirassistischen Gruppen und Menschen treffen und diskutieren, wie wir rassistische Polizeigewalt verhindern, dokumentieren und kritisieren können. Gleichzeitig wollen wir uns mit Betroffenen solidarisieren. An dieser Veranstaltung werden wir uns über antirassistische Handlungsmöglichkeiten, Solidarität und Widerstand austauschen. Sie ist offen für BIPOC (Rassismusbetroffene) und (weisse) Verbündete.

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Samstag, 17.09.2022 - 15:30 - 17:00

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Abolitionismus, Black Lives Matter und Blasian March

Input – Rohan Zhou-Lee und Linke PoC
2019 wurde die Black-Lives-Matter-Bewegung zur weltweit grössten antirassistischen Bewegung, welche etwa mit einer Platzbesetzung in New York nicht die Reform, sondern die Abschaffung (abolition) der Polizei forderte. Auf Black Lives Matter folgten andere antirassistische Bewegungen, wie Stop Asian Hate und der Blasian March.
Rohan Zhou-Lee ist eine Schwarze, asiatische, queere aktivistische Person, welche massgeblich an der Organisierung dieser Bewegungen beteiligt war und ist. Rohan wird uns über die Erfahrungen der antirassistischen Kämpfe in New York erzählen, gerade dort, wo Intersektionalitäten zwischen verschiedenen Unterdrückungsformen und zwischen verschiedenen People of Color eine revolutionäre Rolle einnehmen. Die Linke PoC hosted diese Veranstaltung.

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Samstag, 17.09.2022 - 17:00 - 19:00

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Staatlich produzierte Unsicherheit: prekäre Aufenthaltstitel

Workshop – Freiplatzaktion
In diesem Workshop beleuchten wir die Tendenz hin zu immer unsichereren Aufenthaltstiteln in der Schweiz und in anderen europäischen Ländern und diskutieren darüber, dass diese staatlich produzierte Unsicherheit auch dem Interesse dient, ausbeutbare Arbeitskräfte zur Verfügung zu stellen. Aufenthaltspapiere (wie der Status F, der Status B und der neue Status S) sind zunehmend zeitlich beschränkt und an verschiedene Bedingungen (z.B. Sozialhilfeunabhängigkeit) geknüpft. Somit stehen die Betroffenen unter permanentem Druck, sich zu «integrieren» (das heisst, arbeitstätig zu sein) wenn sie ihr Aufenthaltsrecht nicht verlieren wollen. Zentral ist dabei, dass Personen mit einem unsicheren Rechtsstatus verstärkt diesem «Integrationsimperativ» ausgesetzt sind, was sich disziplinierend auswirkt: Wer sich nicht vorbildlich verhält und nicht erwerbstätig ist, läuft permanent Gefahr, ausgeschafft zu werden. Auf diese Weise werden ausbeutbare Arbeitskräfte zur Verfügung gestellt, die gezwungen sind, jeden noch so schlecht bezahlten Job anzunehmen, um ihren Aufenthalt sichern zu können.

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Studio: 044 567 24 00

Koordination: 044 567 24 11

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