Onda Info 634

24.01.2026
1:00:00
Sendungsformat
Deutsch
Spanisch

Hallo und willkommen zum onda-info 634.

Das letzte onda-info stand ganz im Zeichen des US-amerikanischen Überfalls auf Venezuela, die Entführung seines Präsidenten Nicolas Maduro und dessen Frau Cilia Flores. Falls ihr es noch nicht gehört habt, horcht doch mal rein. Denn auch in unserem zweiten Betrag geht es um den US-amerikanischen Angriff, die aktuelle Situation in Venezuela und beider Einordnung. Letzteres allerdings aus einem besonderen Blickwinkel. Nils Brock sprach nämlich mit dem Universitätsprofessor und Informatiker Juan Carlos Monsalve aus Caracas, dessen Einschätzungen zum Teil im Widerspruch zu denen vieler europäischer und lateinamerikanischer Expert*innen stehen.

Im ersten Beitrag nimmt Euch Carlos Ramos mit nach Argentinien, genauer gesagt nach Buenos Aires. Mitten im Sommer, bei brütender Hitze, fällt dort plötzlich Schnee. Ein tödlicher Schnee, der die Menschen tot umfallen läßt, sobald sie mit ihm in Berührung kommen. Natürlich ist das Carlos bei seinem letzten Aufenthalt in Buenos Aires nicht passiert. So beginnt die im April letzten Jahres bei Netflix gestartete Serie „El Eternauta“. Carlos bespricht in seinem Beitrag nicht nur die Netflix-Adaption des argentinischen Comic-Klassikers, sondern nimmt ihr Erscheinen auch zum Anlass, über das kulturelle Erbe und die politische Aktualität von „El Eternauta“ zu reflektieren. Wichtiger Teil des Beitrags ist ein Interview mit dem uruguayischen Schauspieler César Troncoso – Darsteller eines der Protagonisten – über den Prozess der Adaption und den tieferen Sinn der Geschichte, die fast siebzig Jahre nach ihrer Entstehung nicht an Aktualität verloren hat.

Eine interessante halbe Stunde wünscht Knut im Namen der ondistas.

Onda? das sind Reportagen, Magazinsendungen oder Features über alles, was die lateinamerikanische Welt bewegt: indigene Rechte, Landreformen und Migration ebenso wie Ska-Musik aus Mexiko-Stadt oder Ökotourismus in Costa Rica. Dabei arbeitet Onda eng mit lateinamerikanischen KorrespondentInnen und nichtkommerziellen Radionetzwerken aus dem gesamten Subkontinent zusammen. Alle zwei Wochen produziert ein Redaktionsteam in Berlin das ondainfo. Die Mischung aus alten Radiohasen, Lateinamerika-Heimkehrern und NachwuchsjournalistInnen sorgt für ein Programm, das genau so bunt und hintergründig ist wie die AutorInnen selbst. Was vor Jahren mit viel Improvisation begann, ist heute mit Hilfe der lateinamerikanischen Partnerorganisationen eine anspruchsvolle Magazinsendung: etwa 40 Freie Radios im deutschsprachigen Raum senden das ondainfo.

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