«Spiegelscherben» – ein Radiohörstück aus Sprache und Musik
Spiegelscherben ist ein zeitgenössisches Radiohörstück, erzählt mit Sprache und Musik. Es möchte diese beiden akustischen Kommunikationsformen auf neuartige Weise kombinieren: Beiden wird dieselbe erzählerische Bedeutung beigemessen, und es werden Gemeinsamkeiten, Unterschiede, Grenzen und Übergänge zwischen Musik und Sprache, zwischen Klangsprache und Sprachklang, ausgelotet. Inhaltlich dreht sich das Hörstück um die Konfrontation mit dem eigenen Spiegelbild und blinden Flecken, um Transformation und Integration: ein Spiegelbild, das zurückwirft, unerbittlich und zerbrechlich zugleich ist, spitze Scherben, die schmerzhaft schneiden, laut klirren, aber auch das Licht reflektieren, ihre Kanten verlieren und sich schliesslich als Mosaiksteine in die Landschaft einfügen.
Text und Konzept: Iris Leutert