Ophelias Rache 8maerz2015 w

"...Ich bin allein mit meinen Brüsten meinen Schenkeln meinem Schoss. [...] Ich reisse die Türen auf, damit der Wind herein kann, der Schrei der Welt."

Den internationalen Frauentag, 8. März 2015, nahm das LoRa zum Anlass ein Theater-Projekt live zu übertragen. Die Inszenierung bestand einerseits aus Szenen der „Hamletmaschine“ von Heiner Müller und andererseits aus Auszügen von Heiner Müllers Aufzeichnungen „Krieg ohne Schlacht – Leben in zwei Diktaturen“, in denen er über die Entwicklung seiner Hamlet-Bearbeitung berichtet.

In der Umsetzung der beiden Texte wurde, mit Techniken der Improvisation und dem formalen Mittel der Wiederholung, der Thematik eine szenische Entsprechung verliehen. Das Ensemble bestand aus zwei Schauspielerinnen (Autorin und Ophelia) und einer Violinistin. Die Autorin transportierte die Gedanken Müllers aus seiner Autobiografie. Gleichzeitig steuerte sie als Spielleiterin die Inszenierung um die Figur der Ophelia respektive den zwei Passagen der Ophelia aus der Hamletmaschine. Hierbei Ophelia tritt als gespenstische Wiedergängerin in dem apokalyptischen Szenario auf. Dabei wurde das Element der Musik ebenbürtig neben szenischem Spiel und Sprache eingesetzt.

Der fremdartige und rätselhafte Text Müllers hat bis heute nichts an seiner Aktualität eingebüsst und so suchte das LoRa in diesem Projekt, zum Anlass des internationalen Frauentages, eine Auseinandersetzung mit der Rolle der Frau in den zeitaktuellen Diskursen.

(Ophelia: Susan Wohlgemuth, Violine: Katja Willi, Regie und Figur der Autorin: Rahel Jud)

Wie alle Sendungen kann das Theaterstück Ophelias Rache im Lora-Archiv nachgehört werden.

Der 21. März erinnert und mahnt an das "Massaker von Sharpeville", bei dem die südafrikanische Polizei am 21. März 1960 in einem Johannesburger "Township" 69 friedliche Demonstranten erschoss, die gegen die rassistischen Passgesetze in dem Apartheid-Staat auf die Straße gegangen waren.

1966 wurde der 21. März in Gedenken an dieses Massaker von den Vereinten Nationen zum "Internationalen Tag der Eliminierung jeder Rassendiskriminierung" erklärt. Wir wollen an diesem Tag auf die vielfältigen Rassismen aufmerksam machen, die unsere Gesellschaft in weiten Teilen unvermindert durchziehen, sowie auf die Situation von MigrantInnen, die rassistischen Übergriffen und Repression von Seiten der Behörden ausgesetzt sind.

lora frauenzeichenFrauen kämpfen - unter diesem Motto findet die diesjährige Demo zum Internationalen Frauentag in Zürich statt. Treffpunkt ist am Samstag, 7. März um 13.30 Uhr, Hechtplatz. Auf Radio LoRa gibt es wie jedes Jahr am 8. März einen ganzen Tag lang Sondersendeprogramm von Frauen*. Dieses Jahr mit ein paar Specials: Ophelias Rache, eine live-Performance, aus Müllers Text „Die Hamletmaschine“ , ein Konzert von Lila Lisi, und für Frauen* öffnen wir dieses Jahr eine Bar im LoRa-Keller. Radio einschalten lohnt sich, und für Frauen* ins LoRa vorbeikommen. Die Bar öffnet um 19 Uhr, pünktlich um 19.30 beginnt das Live-Programm.

Das ganze 8. März Programm:

07 - 09 Uhr * Rote Welle zum Internationalen Frauenkampftag

09 - 11 Uhr * Lora italiana - Speciale festa della donna

11 - 12 Uhr * Dijberen Ser

12 - 13 Uhr * Radio Parss

13 - 14 Uhr * Radio Solha Afghan

14 - 15 Uhr * Egualdad de derechos para las mujeres

*** 15 - 18 Uhr * Frauen kämpfen! kollektive Sendung der LoRa-Frauenredaktion ***

18 - 19 Uhr * Fraueninfo - Berichte von den 8. März Demos

Ab 19 Uhr Bar für Frauen* im LoRa-Keller

19.30 Uhr * Ophelias Rache. Live Performance. Ophelia hat aufgehört sich zu töten und nimmt jetzt blutige Rache

20.00 Uhr * Lila Lisi. Live Konzert

Anschliessend Dj Mariaia und andere

Den Flyer zum LoRa-8.März Programm gibts hier zum herunterladen und verschicken

Zur Einstimmung auf den 8. März und für Infos zu den verschiedenen Demos in Zürich, Bern  und Basel empfehlen wir übrigens die Hälfte des Äthers Sendung am Montag, 2. März um 20.30 Uhr, Wiederholung am Freitag 6. März um 09.00 Uhr, oder zum Nachhören jederzeit im LoRa-Archiv.

Alle zwei Wochen wird im Durchschnitt eine Frau durch ihren Partner oder Ex-Partner in der Schweiz getötet. Viele Fälle häuslicher Gewalt sind durch Eifersucht motiviert. Die diesjährige Kampagne „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ macht auf extreme Eifersucht und Kontrollverhalten als Formen psychischer Gewalt aufmerksam. An der Kampagne zwischen dem 25. November und dem 10. Dezember beteiligen sich über 50 Organisationen.

Auf Radio LoRa beschäftigen sich verschiedene Sendungen mit dem Thema. Alle Termine während der 16 Tage gibt es im Online Kalender von 16Tage.

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Eine Sendungsmacherin von Radio LoRa hat sich intensiv mit dem Thema beschäftigt und eine Sammlung von Anlaufstellen, Links und Literatur zum Thema häusliche Gewalt zusammengestellt.

Ab heute jeden 2. Montag im Monat von 22 - 24 Uhr: feminist beats mit DJ Scarlett.

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DJ Scarlett - queer feminist - plays female & trans*voices only - because music biz is still dominated by men.

Genre: rap / rap mash ups / electropop / electroclash / electronica / experimental and other types.

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Zwei Frauen stürmen ein Radiostudio und nehmen die Moderatorin als Geisel. Das Stück des Maxim-theaters zeigt den Kampf von Malobas Schwestern mit Männergewalt, struktureller Gewalt, Rassismus und Werbegewalt. Die Regisseurin Jasmin Hoch adaptiert das Stück fürs LoRa und lässt die Radio-Besetzung live im LoRa-Studio stattfinden.

Montag, 24. März, 19 Uhr im LoRa, Militärstrasse 85a, und zu hören auf 97,5 MHz. An diesem Abend ist das LoRa auch für Männer offen. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Monats gegen Sexismus im LoRa statt.

Ein Workshop für LoRa-Leute und alle anderen, die sich für Sexismus in ihrem Umfeld sensibilisieren wollen. Der Workshop wird sehr praktisch orientiert sein. Es geht nicht darum, grosse Theorien zu wälzen, sondern sich bewusst zu werden, wie Sexismus in unserem Umfeld, an den Orten, an denen wir uns bewegen, passiert, und darum, was wir dagegen machen können.

Der Workshop ist offen für alle Geschlechter.

Workshop-Sexismus

 

Sehen sie es als Kompliment

Die Sendungsmachenden von Radio LoRa nehmen den Monat gegen Sexismus als Anlass, eine besondere Sendung zu machen. Der Zugang ist dabei so unterschiedlich, wie die Sendungen vielfältig sind.

Hier die Ankündigungen und die vergangenen Sendungen zum Nachhören im Archiv! Die Liste wird laufend ergänzt.

 

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Comic: xkcd.com

Sexismus ist wieder einmal Thema im LoRa. Weil wir antisexistische Räume nicht einfach bekommen, indem wir es in die Hausordnung schreiben und die von allen unterschreiben lassen. Antisexistische Räume sind nicht antisexistisch. Vielmehr müssen sie anti-sexistische Politik machen und sich mit Sexismus innerhalb der eigenen Strukturen auseinandersetzen.

Das haben wir uns vorgenommen für den März, den wir zum Monat gegen Sexismus ausrufen.

Programm zum besuchen oder hören auf 97,5 Mhz:

8. März: Den Start in den Monat gibt die Frauenredaktion mit einem ganzen Tag lang Sondersendeprogramm zum internationalen Frauenkampftag

21. März, 18 – 20 Uhr: Workshop zu Sexismus im Alltag. Ort: Kasama, Militärstrasse 87a

24. März, 19 Uhr: KissKill – Malobas Schwestern. Zwei Frauen besetzen ein Radio-Studio und nehmen die Moderatorin als Geisel – im Kampf gegen Männergewalt, strukturelle Gewalt, Werbung, Rassismus und Sexismus. Ein Stück des Maxim-Theaters live LoRa und auf 97.5 Mhz.

Sondersendungen während des ganzen Monats – von LoRa-Sendungsmachenden und anderen politischen Zusammenhängen. Ankündigungen auf der Webseite!

8-März-Sondersendeprogramm-Flyer web