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Generalversammlung Radio LoRa 25.06.2013

Liebe Mitglieder des Vereins Radio LoRa Zürich

 Die LoRa-Generalversammlung findet am Dienstag, den 25. Juni 2013 um 19.00 h im gelben Saal Volkshaus, Stauffacherstr. 60, 8004 Zürich statt.

 Radio LoRa hat ein bewegtes Jahr hinter sich. Die Auseinandersetzung mit der Stiftung ALR und die betriebliche Reorganisation haben den Betrieb und die Gremien auf Trapp gehalten. An der GV werden die Weichen für die weitere Zukunft von Radio LoRa gestellt: Kommen und mitbestimmen!

 Für LoRasendungsmacherInnen gilt: Gemäss Hausordnung ist die Teilnahme von mindestens einer Person pro Sendung obligatorisch.

Wer für 2013 noch nicht LoRa-Mitglied ist, kann dies nachholen und den Beitrag 2013 auf das Postkonto 80-14403-9 überweisen.

Dieser Tage findet ihr die Einladung zur GV in eurem Briefkasten!

Solikonzert für LoRa im ABS

Am Freitag, den 31. Mai findet im Autonomen Beautysalon in Zürich-Altstetten ein Solikonzert fürs LoRa statt!

beautysalon

Auf der Bühne stehen für LoRa

Canastron (SKA)

& i-punkt (gagaska)

Eintritt: 5 Franken plus Spende

Beginn: 22 Uhr

Reserviert euch den Abend, macht Werbung in euren Netzen, kommt und bringt Freund_innen mit!

Für das Soli werden noch Helfer_innen gesucht: Falls du mit anpacken willst, melde dich bitte bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Umbau Livestudio

umbau 1Dieser Tage hat der Umbau des Livestudios angefangen. Der Umbau beginnt im Rundtischbereich des Studios, welcher daher in den nächsten Wochen nicht zur Verfügung steht. Trotzdem ist natürlich im Hauptstudio weiterhin der Live-Sendebetrieb möglich!

Gleichstellungspreis der Stadt Zürich an die „Hälfte des Äthers“ verliehen

Am Montag, den 14. November hat das Stadtparlament der Stadt Zürich den Gleichstellungspreis 2011 an die "Hälfte des Äthers", die Frauenredaktion von Radio LoRa verliehen. Der Preis würdigt "einmal pro Jahr ausserordentliche Leistungen auf dem Gebiet der Gleichstellung von Frau und Mann" und ist mit CHF 20'000 dotiert. Die Feier fand in festlichem Rahmen im Stadthaus Zürich statt.

Preisverleihung_Transpi_klein

Etwa 250 BesucherInnen feierten mit bei der Preisübergabe, darunter viele alte und aktuelle LoRasendungsmacherinnen. In den 28 Jahren von Radio LoRa waren Frauen von Anfang an fest dabei, sich einen eigenen Raum für Frauenradio und feministische Intervention zu erkämpfen. Alle Stühle im grossen Saal waren mit radiobegeisterten Frauen und solidarischen Männern besetzt!

Preisverleihung_Saal

 Stadtrat Lauber, der der Vergabejury des Gleichstellungspreis vorsitzt, betonte in seiner Rede die wichtige Rolle, welche Frauen mit und ohne Migrationserfahrung bei Radio LoRa spielen. Seit fast einem Vierteljahrhundert gibt es mit der „Hälfte des Äthers“ bei Radio LoRa eine unabhängige Frauenredaktion innerhalb des ältesten, unkommerziellen Radios der Schweiz. Etwa 120 Frauen, viele davon mit Migrationshintergrund, gestalten innerhalb der Hälfte des Äthers 25 verschiedene Sendungen aus weiblicher, feministischer und geschlechtskritischer Perspektive. Stadtrat Lauber machte deutlich, dass die Sendungen der LoRa Frauen eine enorme Bandbreite verschiedenster Themenfelder abdecken. Sendungsmacherinnen der „Hälfte des Äthers“ gestalten unterschiedlichste Formate wie Info- /Nachrichtenprogramm, Magazinsendungen, Musiksendungen, Hörspiele und Features etc.

Der Preis geht an die "Hälfte des Äthers" und zeichnet aber auch das Engagement von Frauen in gemischten Sendungen und in den Gremien aus. Stellvertretend für alle anderen Frauen der "Hälfte des Äthers" nahmen Nicole von der Frauenstelle und Irene von der lateinamerikanischen Frauensendung "Mujeres" den Preis von Stadtrat Lauber entgegen. Eva Krähenbühl von der Fachstelle für Gleichstellung der Stadt Zürich überreichte die Blumen.Preisverleihung_Uebergabe_klein

Die Zürcher Hip Hopperin BigZis plauderte von ihrer LoRazeit Anfang der 90er Jahre und machte in ihrer Laudatio deutlich, dass es eigentlich am allerschönsten wäre, wenn es soetwas wie einen Gleichstellungspreis nicht brauchen würde- solange Frauen und Männer aber immer noch nicht in allen Bereichen der Gesellschaft die gleichen Rechte und die gleichen Artikulationsmöglichkeiten haben, ist das Empowerment von Frauen unverzichtbar! 

Musikalisch gestalteten Nicole Johänntgen am Saxophon und Mara Micciché mit Gitarre und Gesang den Abend. Preisverleihung_Musikerinnen_klein Nach der Preisverleihung konnten sich die Gästinnen noch gemütlich beim Apero sich austauschen, um gemeinsam an vielen vielen weiteren Jahren frauenstarkem Radio zu spinnen!  

Lust bekommen, selbst bei der Hälfte des Äthers mitzumachen? Melde dich bei Nicole: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Radio LoRa bei Kaos GL

kaos_glBei Kaos GL, der grössten türkischen LGTB (lesbischwulen) Nichtregierungsorganisation gibt es ein spannendes und ausführliches Porträt von Radio LoRa. Besonderes Augenmerk liegt auf den queeren Programmpunkten der verschiedenen Sendungen bei LoRa. Ihr könnt das türkischsprachige Porträt, das Ali Erol zusammengestellt hat, hier nachlesen. Online gibt es die wichtigsten Infos über Kaos GL und ihre Arbeit auch auf deutsch und englisch.

 

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Interview mit Irene zur AMARC-Frauenkonferenz

Von 17. bis 19. Oktober 2008 hat der Weltverband der Gemeinschaftsradios AMARC eine internationale Frauenkonferenz in Madrid veranstaltet. Sendungsmacherin Irene vom Martes Latino hat das Treffen besucht und viele neue Impulse auch für die anderen LoRa-Frauen mitgebracht und berichtet von der geplanten Fortsetzung in Zürich.

Irene, du hast an der Frauenkonferenz der Gemeinschaftsradios teilgenommen. Was hat dich bewegt, dort das LoRa zu vertreten?

Vor einigen Jahren gab es erste Versuche von Frauen aus Gemeinschaftsradios, zusammen zu kommen und sich kennenzulernen, die aber irgendwann eingeschlafen sind. Es war für mich eine Überraschung, dass ich als LoRa-Aktivistin zur Frauenkonferenz nach Madrid eingeladen wurde, weil ich vom alten Netzwerk lange nichts mehr gehört hatte.
Es war schön, Companieras wieder zu sehen, die ich noch von früheren Treffen her kannte. Eines der ersten internationalen Frauenradiotreffen haben wir übrigens 1998 im LoRa organisiert. Viele von den älteren Radiofrauen, die ich in Madrid wiedergesehen habe, haben daher das LoRa in guter Erinnerung.

Welche anderen Frauen haben daran teilgenommen?

AMARC, das weltweite Zusammenschluss der Gemeinschaftsradios, war während des ganzen Treffens vor Ort.
Die meisten Frauen, die am Kongress teilgenommen haben, kamen aus Spanien. Viele spanische Gemeinschaftsradios waren also vertreten. Außerdem waren Frauen aus den skandinavischen Ländern, aus Frankreich, Russland, dem Balkan, aus Lateinamerika und Asien und Afrika zu Gast. Wir haben festgestellt, dass die Rahmenbedingungen in den jeweiligen Radios sehr unterschiedlich sind. Es gibt größere, kleinere und legal akzeptierte Gemeinschaftsradios, aber auch welche, die unter widrigen Bedingungen ständig um ihr Überleben kämpfen müssen. Diese Rahmenbedingungen betreffen auch die Frauenstrukturen in den jeweiligen Radios.

Was kannst du vom Ablauf und der Organisation Kongress erzählen?

Der Kongress hat drei Tage gedauert und war selbst sehr gut strukturiert. Am ersten Tag haben die Frauen ihre Radios und einzelnen Projekte vorgestellt, da habe ich auch das LoRa präsentiert. Die Präsentationen waren auch offen für Männer, an den beide folgenden Tagen haben sich dann nur Frauen getroffen. Neben Radiofrauen haben auch anderen Frauen aus feministischen Gruppen und anderen sozialen Zusammenhängen die Workshops und Diskussionsrunden besucht. Somit hat der Kongress die Frauenprogramme der Gemeinschaftsradios in der feministischen Bewegung Spaniens bekannter gemacht.
Es gab laufend Übersetzungen aus dem Spanischen, damit alle Frauen gemeinsam diskutieren konnten und am Austausch teilhaben konnten.

Welche gemeinsamen Erfahrungen haben die Radiofrauen zusammengetragen?

Wir alle, die wir am Kongress in Madrid teilgenommen haben, haben festgestellt, dass es in unseren Gemeinschaftsradios noch großen Bedarf gibt, gegen Sexismus und Rassismus aktiv zu werden. Bestimmte Situationen, die immer wieder in unseren verschiedenen Radios passieren, kennt jede von uns: Auf den Sitzungen zum Beispiel reden immer nur die Männer, und die Frauen kommen mit ihren Anliegen kam zu Wort und und und.
Unsere gemeinsame Erfahrung als Frauen verschiedener Communityradios ist: Wir müssen unsere feministischen Forderungen immer wieder aufs Neue in unsere Radios einbringen.
Am Kongress haben viele junge Frauen teilgenommen. Erfahrene Frauen müssen lernen, die jungen Frauen in diesen Prozess mit einbeziehen. Die jungen Frauen wollen nicht wie kleine Kinder behandelt werden. Wir wollen unsere Zusammenarbeit weiter ausbauen und verstärken. Im Madrid haben wir dann gleich ein konkretes gemeinsames Projekt gestartet. Wir haben eine gemeinsame Internetplattform gegründet, auf der Beiträge aus verschiedenen Radios zum internationalen Tag gegen Gewalt an Frau am 25. November ausgetauscht werden konnten.
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Was unterscheidet die Arbeit von Frauen in den unterschiedlichen Radios?

Mir ist auf gefallen, dass der Grad, wie die Frauen einzelner Radios miteinander zusammenarbeiten, sehr verschieden ist. In einigen Radios macht jede einzeln ihre Sendung und es gibt kaum Austausch zwischen den Frauen. In Madrid haben angefangen, diese Vernetzung auch international zu verstärken. Wir haben eine Mailingliste eingerichtet, über die wir auch jetzt in Verbindung bleiben.

Wie soll es weiter gehen? Warum braucht es deiner Meinung nach ein neuer Kongress in Zürich?

Am Ende der Kongresse haben wir überlegt, was wir uns wünschen, wie es weitergeht. Wir wünschen uns weitere Kongresse, damit wir Frauen der Gemeinschaftsradios erneut zusammenkommen und unsere Gemeinsamkeiten weiter ausbauen. Viele Frauen haben schon mal vom LoRa gehört, weil es eines der ältesten Gemeinschaftsradios in Europa ist und sind neugierig aufs LoRa. Irgendwann kam dann die Idee auf: Warum treffen wir uns eigentlich nicht das nächste Mal im LoRa in Zürich?
Und noch etwas ist mir wichtig bei dieser Frage:
Einige Radios, die ich in Madrid kennengerlernt habe, sind sehr aktiv und kämpferisch, mit vielen kämpferischen Frauen. Das ist toll!
Ich finde, uns im LoRa ist das Kämpferische die lange Geschichte ein bisschen verloren gegangen. Es wird Zeit, dass wir hier im LoRa auch wieder kämpferischer werden und wir LoRafrauen wieder stärker zusammenarbeiten!

Irene Bagnall und Nicole Niedermüller im Gespräch, Abdruck im LoRaInfo Frühling 2009 

Zur Geschichte des "Fraueninfos"

„Mütter und Töchter" bei Radio LoRa: „Alte Radiohäsinnen" und Neueinsteigerinnen in mehr als zwei Jahrzehten „Fraueninfo"

Viele Frauenprojekte im non Profit bereich haben mittlerweile ein lange wechselvolle Geschichte, die oftmals davon geprägt ist, wie sich die Zusammenarbeit von „Alten Häsinnen" und Neueinsteigerinnen im Projekt gestaltet. Zu den Gründerinnen und zumeist langjährigen Weggefärtinnen in Projekten stossen neue, oft jüngere und weniger erfahrene Frauen von aussen dazu.
Ein Projekt, an dem sich seit fast 25 Jahren unterschiedliche Frauen beteiligt haben, ist das „Fraueninfo" bei Radio LoRa.
Im Folgenden möchte ich seine lange, nicht immer einfache Geschichte aus der Sicht aktueller und ehemaliger Sendungsmacherinnen nachzeichnen, und aufzeigen, wie Frauen dort zusammengearbeit haben. Bei meiner Recherche und meinen Gesprächen mit früheren und gegenwärtigen Sendungsmacherinnen des Fraueninfos haben mich folgende Fragen besonders interessiert:
Wie wirken sich die unterschiedlichen „Generationen" aufs Projekt aus? Wie geben die „Mütter" in solche Projekte ihre Erfahrung und ihr Wissen an neue Frauen weiter? Sorgt die „Töchtergeneration" für frischen Wind im Projekt? Woran entzünden sich Konflikte zwischen langjährigen und neuen Mitarbeiterinnen ?

Seit der Gründung von Radio LoRa im Zuge der 80er Bewegung in Zürich haben sich Frauen innerhalb des Radioprojekts zusammengetan, um Themen, die für Frauen relevant sind, zusammenzutragen und diese in einem Sendegfäss umzusetzen. Das Fraueninfo ist eine zumeist einstündige Sendung mit Kurznachrichten und Hintergrundberichten zu aktuellen Themen aus Frauensicht. Im „Fraueninfo" ist ausserdem Platz für Interviews, Berichte von Aktionen und Demos, Tips zum Weiterlesen, um ein behandeltes Thema zu vertiefen und Veranstaltungshinweise für Frauen.

In den 80er Jahren sah die Repräsentaion von Frauenthemen in Mainstreammedien noch reichlich trüb aus. Frauen als aktiv handelnde Subjekte kamen kaum vor, Lesben, wenn überhaupt nur aus voyeuristischen Journiblick. Viel zu oft richteten Zeitungen und Radios den Blick nach oben auf die „Politik der grossen Männer". Dabei übersahen sie oft die Lebensrealitäten von Frauen und ihre kleinen und grosse Widerstände im Alltagsleben gegen männliche Dominanz in fast allen gesellschaftlichen Bereichen.. Die Sendungsmacherinnen des „Fraueninfos" versuchen daher, mit ihrer Sendung feministische Gegenöffentlichkeit herzustellen.

Neben einem Stamm von Frauen, die über einen längeren Zeitraum bei Fraueninfo mitgemacht haben, sind immer wieder neue Frauen, die dort oftmals erste Radioluft schnuppern konnten, dazugestossen.
Die neuen Frauen konnten vom Wissen der alten Häsinnen profitieren und dort die Studiotechnik und alles, was es zur Sendungsgestaltung braucht, lernen. Viele ehemaligen Fraueninfomacherinnen betonen, dass es ihnen im reinen Frauenzusammenhang des Fraueninfos leichter als in einer gemischten Gruppe gefallen ist, sich mit der Radiotechnik vertraut zu machen.
Nicht immer sind Frauen lang beim Fraueninfo geblieben, gerade in den Anfangsjahren von Radio LoRa haben etliche Frauen nach kurzer Infozeit entdeckt, dass ihnen andere (Frauen-)Radio formate mehr liegen und sich dort eingebracht. Damit war innerhalb der Fraueninfogruppe eine gewisse Fluktuation gegeben. Manche von ihnen haben aber ab und zu trotzdem ein Beitrag zum Info beigesteuert.

In den Anfangsjahren des Fraueninfos waren die Macherinnen stark in der Zürcher Frauenszene involiert. Sie nutzten das Fraueninfo nicht zuletzt als Medium, ihr feministisches Engagement einem weiterem Publikum vorzustellen. Grossen Zulauf hatte das Fraueninfo Anfang und Mitte der 90er Jahre. Jedes Info wurde von einem Team engagierter Frauen gemeinsam vorbereitet und gesendet, die sich mit den anderen Frauen in monatlichen Fraueninfositzungen austauschten. Neben Abspreche, welche wann das Info übernimmt, boten die Fraueninfositzungen auch Raum für grundsätzliche Reflexion der eigenen Radioarbeit. Anfang der 90er Jahre beispielsweise fragten die Fraueninfomacherinnen spannende nach den Machtverhältnissen in den Medien und ihre Möglichkeiten, diese zu durchbrechen Denn auch als feministische Sendungsmacherinnen verfallen Frauen in die Rolle der JournalistInnen und haben somit Macht über diejenigen, über die wir berichten.

Oftmals wussten die alten Radiohäsinnen allerdings gar zu genau, wie ein Beitrag sich anzuhören hatte. Nicht immer war es für Frauen, die erst kurze Zeit beim Fraueninfo waren, leicht, eigene Vorschläge einzubringen, die von dem, „wie es frau schon immer gemacht hatte", abwichen. Einige ehemalige Sendungsmacherinnen erzählten, dass sie, als sie frisch zur Frauninfogruppe gestossen waren, es nicht immer leicht hatten, in die streckenweise sehr homogene Gruppe der Infofrauen reinzukommen und dort neue Ideen zu verwirklichen. Allzu rigose vorgetragene Erwartung von Seiten der erfahrenen Fraueninfomacherin habe auch manche neue Frau abgeschreckt, erzählt eine Infomacherin der 90er Jahre. Trotzdem beurteilen ausnahmlos alle Frauen, die ich befragt habe, die beim Fraueninfo als bereichernd. Die Verbundenheit zwischen etlichen Frauen hörte nicht beim Radiomachen auf. „Das war meine Familie, da habe ich dazugehört", so eine ehemalige Sendungsmacherin.
Lange Jahre war das Fraueninfo fest in den Händen weisser, westeuropäisch sozialisierter Frauen. Erst in den 90er Jahren haben verstärkt Frauen mit Migrationshintergrund in der Fraueninforedaktion mitgearbeitet und dazu begetragen, dass manche langjähre schweizer Fraueninfomacherin gezwungen war, über ihren Tellerrand zu blicken.
Nach der Jahrtausendwende haben sich verschiedene, langjähre Infofrauen neuen Aufgaben gewidmet. Darauf hat sich keine neue Gruppen von Frauen herausgebildet, die es gemeinsam gestalten. Statt dessen arbeiten einzelne Frauen relativ autonom an ihren Fraueninfos. Dabei vermissen die aktuellen Fraueninfomacher zwar den Austausch, haben sich aber in ihrer Autonomie eingerichtet.

"Die Hälfte des Äthers den Frauen!"

Diese Forderung gab der Frauenredaktion im Alternativen Lokalradio (LoRa) vor einem Vierteljahrhundert ihren Namen.
Unzählige Frauen haben in den letzten 25 Jahren eine ganz besondere Frauenstruktur eines gemischtgeschlechtlichen Radioprojekts gestaltet, sich dabei für ihre gleichberechtigte Beteiligung eingesetzt und Öffentlichkeit für Anliegen und Leistungen von Frauen gesetzt.
Seit der Gründung 1983 ist die Hälfte des Äthers als unabhängige, eigenverantwortliche Frauenstruktur fester Teil des Gesamtprojekts. Es hat sich über die Jahre gezeigt, dass diese unabhängige Frauenredaktion innerhalb des gemischt geschlechtlichen Gesamtprojekts erheblich zum Empowerment von Frauen mit und ohne Migrationserfahrung beiträgt.

1983: Wie alles begann...

Radio LoRa ist das älteste Gemeinschaftsradio der Schweiz. Radio LoRa sendet auf 97,5 MHz 24 Stunden an 7 Tagen in der Woche und ist in Zürich sowie im Umland zu empfangen. Seit 25 Jahren gibt es mit Radio LoRa in Zürich ein Radio, das unkommerziell und basisdemokratisch organisiert ist und ehrenamtlichen SendungsmacherInnen Sendeplätze und die nötige Infrastruktur zur Verfügung stellt, um eigenes Radioprogramm zu selbst gewählten Themen umzusetzen und zu senden. Radio LoRa versteht sich seit seiner Gründung als emanzipatorisches Projekt, das sich insbesondere auch für die Beteiligung für Frauen einsetzt. Bereits im ersten Konzessionsgesuch 1982 ist unter dem Abschnitt 'Inhalt und Aufbau des Programms' zu lesen:

"Im ALR-Programm ist genügend Platz für Hörer und Hörergruppen, die in bestehenden Medien aus den verschiedensten Gründen zu wenig zu Wort kommen: Fremdarbeiter, Frauen, Quartierinitiativen usw." (Konzessionsgesuch 1982, S. 12).

Von Anfang an haben sich Frauen in das Gesamtprojekt eingemischt und sich als Frauenzusammenhang in einem gemischtgeschlechtlichen Projekt zusammengeschlossen.
Im LoRa Info 4/82, der LoRa Zeitung, begründen die Frauen ihren Schritt:

"(...) dass wir auch bei diesem alternativen Medium - anstatt einfach eine erste Sendung kreieren zu können - erst einmal eine Menge Zeit und Energien investieren müssen, um überhaupt Strukturen zu schaffen, in und mit denen Frauen in diesem Radio arbeiten können. So, dass Selbstverständliches wirklich einmal selbstverständlich wird." (Info 2/83, S. 2)

Seit den Anfangsjahren von Radio LoRa sind Frauen und ihre Anliegen überdurchschnittlich als Sendungsmacherinnen, Gremienmitglieder und Mitarbeiterinnen vertreten.

Mit der Einrichtung einer speziellen Frauenstelle stellt Radio LoRa innerhalb der Betriebsgruppe 40 Stellenprozente zur Verfügung, welche die Förderung der Gleichstellung von Frau und Mann im Sinne einer Gleichstellungsbeauftragten garantieren soll. Eine Quotenregelung für alle gewählten Gremien des basisdemokratischen Projekts garantiert die gleichberechtigte Beteiligung von Frauen an Entscheidungen.

Die Frauenstelle bei Radio LoRa lädt etwa vier Mal pro Jahr alle Sendungsmacherinnen und weiblichen Gremienmitglieder zur Frauenklausur ein. Dort werden zukünftige Projekte, Sondersendungen und Schwerpunkte besprochen. Die Teilnehmerinnen der Frauenklausur sprechen sich für verstärkte Präsenz von Frauenanliegen im Sendeprogramm und in der gesamten Struktur bei LoRa sowie eine weitere Vernetzung mit der Zürcher Frauenszene und deren Einrichtungen aus.

25 Jahre Frauen lautstark bei Radio LoRa

25 Jahre lautDoch nicht nur für die Frauen, sondern für die ganze Menschheit gilt, das sich die Welt gestaltet und verändert durch den Blick und die Perspektive derer, die sie bewohnen."
Rossana Rossanda

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FöNixen: On the Road

Foehnixen: SarahUnterwegs - auf Festivals, Open Airs, Ausstellungen und Konzerten. Die Kleinen, genauso wie die Grossen, aus Film, Musik und Kunst fur eine Stunde im Monat gross machen.

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