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Radio LoRa – die alternative Stimme in Zürich
Radio LoRa sendet seit fast 25 Jahren unbequeme, alternative und «unerhörte» Beiträge zu Politik, Kultur und Gesellschaft. Der Sender bietet ethnischen und sozialen Minderheiten sowie Menschen, die an den Rand gedrängt werden, eine Plattform und ein Sprachrohr. Etwa 20 Sprachen sind zur Zeit auf dem Sender zu hören.
Bevölkerungsgruppen, die sonst kaum gehört werden, wie MigrantInnen, Sans-Papiers und Jugendliche, erhalten hier eine Stimme. Einen wichtigen Platz nehmen auch die Frauensendungen der «Hälfte des Äthers» ein. Ohne Radio LoRa würde diese alternative Stimme in der zunehmend einheitlichen Medienlandschaft fehlen.
Mit Kampagnen und Sondersendungen vertritt das LoRa sein politisches Anliegen einer freien, gleichberechtigten, emanzipatorischen Gesellschaft.
Dank seiner Unabhängigkeit bietet Radio LoRa ausserdem Platz für Experimente, die sich ein «Quotenradio» nicht leisten kann. Mit dem wöchentlichen Sendeplatz «SO21» und vielen grossen Einzelprojekten widmet sich LoRa seit langem dem Kunstradio – eine Besonderheit in der europäischen freien Radioszene. Auch die regelmässigen interkulturellen LoRa-Projekte, die die Zusammenarbeit zwischen allen SendungsmacherInnen fördern, zeichnen das Radio besonders aus.
Die Struktur von Radio LoRa
Als basisdemokratisches Projekt verwaltet sich Radio LoRa durch verschiedene, untereinander vernetzte Gremien und Arbeitsgruppen. Der grösste Teil der Arbeit wird ehrenamtlich gemacht: etwa 300 freiwillige SendungsmacherInnen machen gut 100 Stunden pro Woche Programm. Auch die Gremienmitglieder arbeiten unbezahlt. Die bezahlten Stellen verteilen sich auf sieben Personen, die zusammen die Betriebsgruppe (BG) bilden und mit Pensen von 50-60 Prozent die anfallenden Betriebsarbeiten erledigen. Sie kümmern sich um die Technik, Administration, Öffentlichkeitsarbeit, Programmkoordination und Organisation der Freiwilligen.
Die gemeinnützige Stiftung ALR (Alternatives Lokal-Radio Zürich) ist Inhaberin der Konzession, also der Sendebewilligung und der Studios samt den Geräten. Der Verein Radio LoRa - Alternatives Lokalradio Zürich mit mehr als 1.000 Mitgliedern ist Träger des Betriebes. Er organisiert sich über die gewählten Gremien Sendekommission (zuständig für alle Programmfragen) und Vorstand (Personal, Finanzen). Die Stiftung und der Vorstand arbeiten in der Finanzkommission, wo sie paritätisch vertreten sind, gemeinsam das Betriebsbudget aus. Einmal jährlich tagt die Mitgliederversammlung des Vereins (GV), die höchste Entscheidungsinstanz im Verein. Innerhalb der LoRa-Struktur hat ausserdem die Hälfte des Äthers als Zusammenschluss aller Frauen- und Lesbensendungen eine gewichtige Stellung. Eine eigentliche Autonomie geniessen auch die spanischsprachigen Sendungsmacherinnnen und -macher mit ihrer Dienstag-Redaktion Martes latino.
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