Diese Forderung gab der Frauenredaktion im Alternativen Lokalradio (LoRa) vor einem Vierteljahrhundert ihren Namen.

Unzählige Frauen haben in den letzten 25 Jahren eine ganz besondere Frauenstruktur eines gemischtgeschlechtlichen Radioprojekts gestaltet, sich dabei für ihre gleichberechtigte Beteiligung eingesetzt und Öffentlichkeit für Anliegen und Leistungen von Frauen gesetzt.
Seit der Gründung 1983 ist die Hälfte des Äthers als unabhängige, eigenverantwortliche Frauenstruktur fester Teil des Gesamtprojekts. Es hat sich über die Jahre gezeigt, dass diese unabhängige Frauenredaktion innerhalb des gemischt geschlechtlichen Gesamtprojekts erheblich zum Empowerment von Frauen mit und ohne Migrationserfahrung beiträgt.

1983: Wie alles begann...

Radio LoRa ist das älteste Gemeinschaftsradio der Schweiz. Radio LoRa sendet auf 97,5 MHz 24 Stunden an 7 Tagen in der Woche und ist in Zürich sowie im Umland zu empfangen. Seit 25 Jahren gibt es mit Radio LoRa in Zürich ein Radio, das unkommerziell und basisdemokratisch organisiert ist und ehrenamtlichen SendungsmacherInnen Sendeplätze und die nötige Infrastruktur zur Verfügung stellt, um eigenes Radioprogramm zu selbst gewählten Themen umzusetzen und zu senden. Radio LoRa versteht sich seit seiner Gründung als emanzipatorisches Projekt, das sich insbesondere auch für die Beteiligung für Frauen einsetzt. Bereits im ersten Konzessionsgesuch 1982 ist unter dem Abschnitt 'Inhalt und Aufbau des Programms' zu lesen:

"Im ALR-Programm ist genügend Platz für Hörer und Hörergruppen, die in bestehenden Medien aus den verschiedensten Gründen zu wenig zu Wort kommen: Fremdarbeiter, Frauen, Quartierinitiativen usw." (Konzessionsgesuch 1982, S. 12).

Von Anfang an haben sich Frauen in das Gesamtprojekt eingemischt und sich als Frauenzusammenhang in einem gemischtgeschlechtlichen Projekt zusammengeschlossen. Im LoRa Info 4/82, der LoRa Zeitung, begründen die Frauen ihren Schritt:

"(...) dass wir auch bei diesem alternativen Medium - anstatt einfach eine erste Sendung kreieren zu können - erst einmal eine Menge Zeit und Energien investieren müssen, um überhaupt Strukturen zu schaffen, in und mit denen Frauen in diesem Radio arbeiten können. So, dass Selbstverständliches wirklich einmal selbstverständlich wird." (Info 2/83, S. 2)

Seit den Anfangsjahren von Radio LoRa sind Frauen und ihre Anliegen überdurchschnittlich als Sendungsmacherinnen, Gremienmitglieder und Mitarbeiterinnen vertreten.

Mit der Einrichtung einer speziellen Frauenstelle stellt Radio LoRa innerhalb der Betriebsgruppe 40 Stellenprozente zur Verfügung, welche die Förderung der Gleichstellung von Frau und Mann im Sinne einer Gleichstellungsbeauftragten garantieren soll. Eine Quotenregelung für alle gewählten Gremien des basisdemokratischen Projekts garantiert die gleichberechtigte Beteiligung von Frauen an Entscheidungen.

Die Frauenstelle bei Radio LoRa lädt etwa vier Mal pro Jahr alle Sendungsmacherinnen und weiblichen Gremienmitglieder zur Frauenklausur ein. Dort werden zukünftige Projekte, Sondersendungen und Schwerpunkte besprochen. Die Teilnehmerinnen der Frauenklausur sprechen sich für verstärkte Präsenz von Frauenanliegen im Sendeprogramm und in der gesamten Struktur bei LoRa sowie eine weitere Vernetzung mit der Zürcher Frauenszene und deren Einrichtungen aus.

Radio LoRa

Militärstrasse 85a, 8004 Zürich

Studio: 044 567 24 00

Koordination: 044 567 24 11

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Präsenzzeiten: Montag bis Freitag 10 – 17 Uhr

IBAN CH91 0900 0000 8001 4403 9

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